Stahl Materialwissen

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Woher kommt der Stahl?

Vor mehr als 5000 Jahren begann die Geschichte des Stahls. In Ägypten wurde damals eisenhaltiges Meteoritengestein verarbeitet, welches noch aus dem Weltall stammte. In Europa beginnt die Stahlverarbeitung erst mit dem Beginn der Eisenzeit.

Etwa 800 v. Chr. entdeckten die Kelten die ersten Eisenerzvorkommen in Österreich. Sie fingen an das Eisen durch Erhitzen zu härten und konnten so neben Waffen auch Werkzeuge, Schmuck und Gefäße herstellen.

Wie wird Stahl heutzutage hergestellt?

Stahl wird aus Eisen hergestellt, welches aus Eisenerz und Koks besteht. Beide Materialien sind als Rohstoffe zu finden und können weiterverarbeitet werden. Im Hochofen wird das Eisenerz mit dem Koks einer chemischen Reaktion ausgesetzt, die das Endprodukt Eisen herbeiführt. Nach der Herstellung dieses unlegierten Stahls kann dieser jedoch noch in weiteren Verarbeitungsschritten mit weiteren Elementen wie Chrom, Nickel, Molybdän usw. veredelt werden.

Der Stahl wird dann entweder als Blockguss oder Strangguss geformt, um dann weiter in Walzen oder anderen Umformmaschinen die gewünschte Endform zu erhalten. Die Möglichkeit eines Formengusses besteht noch neben den anderen beiden Gussformen und wird eingesetzt, wenn eine bestimmte Endform schon festgelegt ist. Hier wird der Stahl dann in die bestimmte Form gebracht.

Welche Eigenschaften besitzt Stahl?

Stahl gehört wohl mit zu den Ressourcen auf der Welt, die nahezu unbegrenzt wiederverwertbar sind.
 
Unbehandelter Stahl ist noch nicht rostbeständig ist. Nur die verzinkte Variante ist witterungsbeständig, sofern evtl. auftretende Schnittkanten (nach dem Zinkbad) versiegelt wurden. Man hat aber die Möglichkeit Stahl nachträglich zu behandeln, indem man es mit Mineralöl, Wachs oder einer Zinkschicht versieht.
 
Durch sein Gefüge ist Stahl immer magnetisch. Dadurch ist dieses Material nicht nur besonders stabil, sondern auch noch durchaus praktisch, wenn man beispielsweise noch weitere Elemente mit Haken befestigen möchte.

Was für Stahl-Varianten gibt es?

Entzunderter Stahl/Normaler Stahl

Bei entzundertem Stahl wird der Zunder (Eisenoxid durch die Reaktion mit Sauerstoff im Hochofen) auf dem unbehandelten Stahl entfernt. Dieses Verfahren erfolgt entweder mechanisch mit Bürsten oder Wasserstrahlen (mit sogenannten Zunderwäschern), chemisch mit Säurebädern oder elektrochemisch im stromleitenden Bad.

Gezunderter Stahl/Schwarzstahl

Der Rohstahl ohne eine weitere Verarbeitung oder Schutzschicht wird Schwarzstahl oder gezunderter Stahl genannt. Bei dieser Variante wird der Zunder nicht wie beim entzunderten Stahl entfernt. Durch diesen rohen Zustand behält der Stahl ein ganz individuelles Farbbild. Wir finden das einfach unheimlich schick und diese Metallzuschnitte lassen sich einfach wunderbar als echte Designerelemente verbauen.

Verzinkter Stahl

Der verzinkte Stahl hingegen erhält nach seiner Reinigung von Rückständen eine Zinkschicht im Zinkbad und ist durch diese zusätzliche Schutzschicht rostbeständig. Man erkennt verzinkten Stahl an seinem silbrig glänzenden Zinkblumenmuster.

Sollte der Stahl jedoch zugeschnitten werden, sollte man die Schnittkanten nachträglich nochmal mit einem Zinkspray besprühen, um das Material vollständig vor Rost zu schützen.  

Weiterverarbeitung zu Edelstahl

Stahl wird zudem zur Weiterverarbeitung zu Edelstahl verwendet.

Hierbei wird der Stahl mit verschiedenen Elementen wie Nickel, Kobalt, Chrom, Titan usw. legiert. Je nach Chromgehalt kann Edelstahl auch magnetisch sein.

Wie kann Stahl bearbeitet werden?

Wie bereits erwähnt gibt es neben dem Formguss, bei dem das fertige Werkstück gleich gegossen wird, noch weitere Verfahren. Beim Walzen erhält man die bekannten Stahlbleche, die dann entsprechend zugeschnitten werden können. Auch das Biegen bzw. Abkanten ist bei dem robusten und dennoch formbaren Metall kein Problem.

Auf Wunschmaß zugeschnitten

Wir als Zuschnittprofis arbeiten natürlich mit professionellen Maschinen, die meist nicht einmal ansatzweise in die Hobbygarage passen würden. Wenn Du Dein Blech selber zuschneiden willst, musst Du bitte unbedingt einige Sicherheitsvorkehrungen treffen.

Bevor Du Deine Bleche zuschneiden möchtest, solltest Du Dir eine leistungsstarke Stich- oder Kreissäge besorgen. Meist müssen die Bleche nach dem Schneiden trotzdem noch nachbearbeitet werden. Bei dickeren Blechen muss eine sehr hohe Körper- und Maschinenkraft eingesetzt werden, was man meist nur bis zu einigen Stärken selber bewerkstelligen kann. Eine gute Fixierung des Metalls sowie ein entsprechenden Augenschutz sollten selbstverständlich sein.

Bequemer geht es allerdings, wenn Ihr Euer Blech direkt bei uns bestellt. Als echte Zuschnittprofis können wir zudem die scharfen Schnittkanten für Euch noch entgraten, praktisch oder?

Bohren

Stahl ist das am häufigsten be- und verarbeitete Material. Durch seine Formbarkeit kann dieses Material problemlos gebohrt werden. Neben den Zuschnitten in unserem Shop bieten wir praktischerweise auch gleich Bohrungen für Deinen Blechzuschnitt bis 4 mm an. Wer sich selber daran probieren möchte, dem sei gesagt: Ja, es ist möglich! Allerdings benötigt man einige Anschaffungen im Vorfelde. Neben dem geeigneten Platz (Garage oder Hobbykeller) benötigst Du einen Spiralbohrer des Typs H oder HSS. Diese Metallbohrer sind perfekt geeignet, um Dein Stahlblech zu bohren. Sie sind vor allem besonders verschleißfest. Vor dem Bohren solltest Du prüfen, ob die Bohrerspitze frei von Rückständen ist. Das Metallblech solltet Ihr gut einspannen und fixieren, damit es nicht verrutscht. Zusätzlich zum Bohrer und Einspannwerkzeug, solltest Du Dir etwas Schneidöl zulegen. Wir empfehlen zudem immer das Tragen einer Schutzbrille. Dann werden die Löcher entsprechend angezeichnet und es kann losgehen. Bei größeren Löchern solltest Du erst mit einem kleineren Bohrer Vorbohren. Das Schneidöl gibst Du während des Bohrens hinzu, um das Blech und den Bohrer zu kühlen. Wenn Dir das jetzt doch alles zu aufwändig und die Anschaffungen zu teuer sind, kannst Du die Bohrlöcher eben auch in unserem Shop mitbestellen.

Welche Strukturen gibt es?

Stahl gibt es jedoch nicht nur als einfaches Blech zu kaufen. Auch Lochbleche und Riffelbleche gibt es in verschiedenen Ausführungen online oder im Baumarkt, wie zum Beispiel bei uns. Lochbleche gibt es mit runden oder quadratischen Löchern, das Riffelblech mit einer oder mehreren Tränen.
 
Neben den verschiedenen Lochblechen kann man den Stahl auch als Profil oder Rohr erhalten. Hier gibt es unzählige Varianten, die sich in den Abmessungen und Stärken des Materials unterscheiden.

Wo wird Stahl eingesetzt?

Design Metall Buchstütze aus Stahl

Genug mit den fachlichen Erklärungen und Formulierungen. Jetzt wollen wir mal ein wenig darüber sprechen, was man aus diesem vielseitigen Material so alles machen kann. Neben dekorativen Einsatzmöglichkeiten als Abdeckungen und Verkleidungen, gibt es zudem noch praktische Anwendungsfälle.

Fußleiste aus Flacheisen
Fußleiste aus Flacheisen

Nützlich und gleichzeitig dekorativ sind beispielsweise Sockelleisten aus Flachstahl, die mit ihrer dunklen Farbe quasi zu jeder Inneneinrichtung passen.
Diese Fußleisten sind eine schöne Alternative zu Holz, da sie nicht aufquellen können und zudem super leicht zu pflegen sind.

Eine rutschhemmende Stahlriffelblechstufe ist durch die dunkle Farbgebung nicht nur ein Hingucker, sondern vermindert durch die Erhebungen bzw. Tränen die Rutschgefahr auf Treppen. 

Ein wahrer und allseits beliebter Klassiker ist die Funkenschutzplatte aus Schwarzstahl. Diese sieht nicht nur grandios aus, sie ist auch genau das Richtige, um den Brandschutzverordnungen in puncto Kamine und Öfen gerecht zu werden.

Wir finden die dunkle und lebendige Farbgebung einfach absolut passend zu Holztönen. Wer noch einen draufsetzen möchte, der kann sich noch den passenden Kaminholzkorb daneben stellen. Das Buch oder der warme Tee könnten dann zusätzlich auf einem kleinen Beistelltisch Platz finden.

Durch die überaus praktischen Eigenschaften kann man beispielsweise aus einer Lochplatte eine magnetische Lochwand, auch Pegboard genannt, in fast jedem Wohn- und Arbeitsbereich einsetzen. Mit Stahl sind so fast keine Grenzen bei DIY-Projekten gesetzt und Du kannst Deiner Kreativität freien Lauf lassen.

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