Definition Austenitischer Stahl

Stahlprofile Stahlträger Flachstahl

Definition – Was ist Austenitischer Stahl?

Austenitischer Stahl ist der Definition nach ein Edelstahl mit mehr als 8 % Nickelanteil und über 13,5 % Chromanteil. Damit sind Chrom und Nickel die Hauptlegierungselemente in austenitischem Stahl, weshalb er auch Chrom-Nickel-Stahl genannt wird. Er ist der bedeutendste Stahl unter den nicht rostenden Stählen.

Austenitischer Stahl geht von seiner Begrifflichkeit her auf den britischen Metallurg Sir William Chandler Roberts-Austen (*1843 – † 1902) zurück. Austenit beschreibt den wichtigsten Gefügebestandteil von austenitischen Legierungen und Stählen. Die austenitische Phase ist kubisch-flächenzentriert und hat eine Mikro-Gitterstruktur. V2A und V4A sind die am meisten verwendeten Edelstähle.

Zur Gruppe der austenitischen V2A Edelstähle gehören zum Beispiel die Werkstoffnummern 1.4301, 1.4306 und 1.4307.

Welche Eigenschaften weist austenitischer Stahl auf?

Austenitischer Stahl hat durch den hohen Chromanteil eine erhöhte Korrosionsbeständigkeit. Im Gegensatz zu ferritischem Stahl ist er nicht magnetisch und hat sehr gute mechanische Eigenschaften, z.B. eine ausgeprägte Dichte und Zugfestigkeit. Er hat einen hohen Wärmeausdehnungskoeffizient, ist säurebeständig und gut schweißbar.

Wo wird austenitischer Stahl eingesetzt?

Durch seinen Reinheitsgrad ist austenitischer Stahl gut geeignet in Einsatzbereichen, wo Hygiene eine Rolle spielt – so etwa in der Küche, in der Medizintechnik, in chemischen Laboren, aber auch in der Automobilbranche.

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