Die Kreuzschlitzschraube: Bald ausgestorben?

Bald Geschichte? Der Kreuzschlitz-Schraubendreher

Der Schlitzschraubendreher wird arbeitslos

Das Kreuz mit dem Schlitz! So oder so ähnlich wird sicherlich häufiger jemand denken, der im Baumarkt seines Vertrauens einige Schrauben kaufen möchte.

Ob unsere Zuschnitte befestigt werden sollen oder ein schnödes Bild an die Wand gedübelt wird: Nach Blick in das aktuelle Sortiment der Schnecken- und Feingewinde steht fest, dass die Familie an Schlitzschraubendrehern im Werkzeugkasten in Zukunft arbeitslos werden wird.

Nicht viel besser ergeht es ihren Nachbarn, den Phillipsens- hier ist auch bereits das Kreuz an die Wand gemalt. Die Bevölkerung der meisten Schubladen an der Schraubenwand hört auf Torx oder Inbus…

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Heute noch vereint zusammen, bald nur noch Torx & Inbus Bits?

Alternativlos oder (R)Evolution?

Um die Entwicklung zu verstehen, muss man etwas in der Geschichte zurückgehen.

Die Fertigung einer Schraube mit Schlitzkopf ist deutlich einfacher als mit Kreuzschlitz oder moderneren Werkzeugaufnahmen wie Torx, Inbus oder speziellen Sicherheitsformen. Gleiches gilt für Werkzeug. Ein simpler Schlitzschraubendreher erfordert deutlich weniger Bearbeitungsgänge als ein Kreuzschlitzschraubendreher oder modernere Formen wie Torx.

Außerdem dürfen bei Schlitzschrauben die Fertigungstoleranzen des Schlitzes recht hoch sein, ohne dass die Schraube unbenutzbar wird. 
Demzufolge sind einfache Maschinen und Fertigungswerkzeuge ausreichend, um Schlitzschrauben herzustellen. 

Der Nachteil bei Schlitzschrauben besteht darin, dass diese am Schlitz nur recht geringe Kräfte übertragen können. Ohne Zentrierung werden diese Kräfte potentiell unsymmetrisch ausgeübt, was zu schiefen Verschraubungen führen kann.

„Schuld“ ist die Weiterentwicklung der Technik

Rise of the machines – Dein Akkuschrauber liebt den Sechskant

Bereits der simple Kreuzschlitz-Schraubendreher (Patent von einem Mr. Phillips gehalten) besitzt den Vorteil, dass dieser zentriert aufgesetzt wird und an vier Flanken statt an zwei Kräfte übertragen kann.

Torx (und Inbus) besitzen sogar sechs Flanken zur Kraftübertragung und sind tiefer gestaltet.
Die wirklichen Vorteile kommen aber erst zum Vorschein, wenn mit Werkzeug gearbeitet wird.

Wer einmal mit einem Akkuschrauber vor einer Schlitzschraube gestanden hat, und entweder den Arm drehen oder kurz das Bit rotieren lassen musste, weiss, wovon wir hier reden. Je besser ein Akkuschrauber mit wenig Drehung aus dem Handgelenk angesetzt werden kann, umso effizienter lässt es sich arbeiten. 

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Das ist die Zukunft Deiner Bit Austattung

Ein weiterer Vorteil von Torx und speziell Inbus besteht darin, dass diese aufgrund der Tiefe der Einsetzöffnung auf das Bit aufgesetzt werden und anschließend ohne eine haltende zweite Hand eingeschraubt werden können.

Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die Köpfe der Schrauben kompakter gestaltet werden können und zum Rand hin geschlossen sind. Je nach Einsatzort kann sich somit im Schlitz keine Flüssigkeit sammeln und später zum Gewinderand vordringen.

Akkuschrauber mit Inbus oder Torx Schrauben machen (fast) alles zum Kinderspiel
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