Den Garten für die kalten Monate wappnen

Wenn es im Herbst kühler wird ist es wichtig, den Garten winterfest zu machen. Hierzu gehören nicht nur die Möbel, die nun geschützt werden müssen, auch viele Pflanzen vertragen die kalten Temperaturen im Winter nicht. Doch wenn Du weißt, was alles im Herbst getan werden muss, geht es schnell, Deinen Garten garantiert winterfest zu machen.

Abdeckungen für Beete und Gruben aus Riffelblech

Bäume und Sträucher zurückschneiden

Der Herbstschnitt vor den ersten Nachtfrösten bei Bäumen und Sträuchern hilft, dass diese im Winter weniger Nährstoffe und Wasser benötigen und somit an Energie sparen. So können die Gehölze in die Winterruhe gehen. Unerheblich ist es hierbei, ob es sich um immergrüne oder auch laubabwerfende Gehölze handelt. Sind hierunter Bäume oder Sträucher, die nur bedingt winterhart sind und sehr frostigen Temperaturen nicht standhalten, dann solltest Du diese zusätzlich mit Pflanzenvlies ummanteln. Über alle Wurzeln, ob winterharte Pflanzen oder nicht ist es zudem hilfreich, eine Mulch Schicht auszubringen, die zusätzlich vor Frost schützt und benötigte Feuchtigkeit im Boden hält.

Tipp:  die kleinen Zweige und Triebe, aus dem Baum- und Sträucher schnitt kannst Du über den Winter auch in einer Gartenecke zusammenlegen. Hier können dann viele Tiere einen Unterschlupf für die kalte Jahreszeit finden.


Laub im Herbst entfernen oder nicht?

Je nachdem, an welchen Stellen sich das im späten Herbst herabgefallene Laub befindet muss es entfernt werden oder kann liegen bleiben. Da Beete mit winterharten Pflanzen gemulcht werden sollen, eignet sich das im Herbst im Garten heruntergefallene Laub hierfür besonders gut. Alles was bereits unter Bäumen oder Sträuchern liegt, kann hier auch liegen blieben. Dies ist nicht nur Schutz sondern auch gleichzeitig eine gute Düngung, wenn die Blätter sich über die Wochen und Monate zersetzen.

Auf dem Rasen ist herabgefallenes Laub allerdings zu entfernen. Denn der Rasen leidet im Winter unter der Last des oft auch nassen Laubes. Daher ist es wichtig, dass Du das Laub mehrmals vom Rasen entfernst, wenn Herbststürme die Blätter von den Bäumen auf Deinen Rasen wehen. Das Laub musst Du aber nicht einsammeln, sondern kannst dieses mit einem Rechen oder einem Laubbläser auf anliegende Beete bringen. Auch Laubhaufen in einer Ecke sind gute Winterquartiere für verschiedene heimische Tiere, wie zum Beispiel Igel.

Rasen winterfest machen

Auch wenn die Gräser Frost und Schnee vertragen ist es dennoch wichtig, dass Du Deine Rasenfläche auf die kalte Zeit vorbereitest. Ein letztes Rasenmähen im Herbst ist daher Pflicht. Denn zu lange Gräser können unter dem Frost leiden und erfrieren. Zu kurz sollte der Rasen allerdings auch nicht geschnitten werden. Hilfreich ist es, wenn Du einen Rasenmäher mit gleichzeitigem Vertikutierer besitzt, denn das spart Dir viel Arbeit. Eine Düngung mit Kalium stärkt den Rasen im Winter zusätzlich.

Wie unterscheide ich Pflanzen in nicht-winterharte und winterharte ?

Nicht winterharte Pflanzen zu denen viele blühende Pflanzen wie Hibiskus oder Geranien gehören, müssen im Winter in ein Winterquartier geholt werden. Hierbei handelt es sich um einen frostfreien Raum, der je nach Pflanze hell oder dunkel sein sollte. Idealerweise kultivierst Du nicht winterharte Pflanzen bereits in Kübeln, dann ist es einfacher. Wurden diese dennoch ins Beet gesetzt, dann können diese auch mit Pflanzenvlies über den Pflanzen und einer dichten Mulchschicht auf der Erde geschützt werden. Winterharte Pflanzen benötigen in der Regel keinen Schutz. Viele Stauden sind winterhart und werden vor dem Winter bis zur Basis zurückgeschnitten.

Ganz wichtig ist es im Winter, das Gießen, wenn auch nur mäßig, nicht zu vergessen. Das gilt sowohl für die eingelagerten Kübelpflanzen wie auch für alle Gartenpflanzen in langen, trockenen Perioden in der kalten Zeit.

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