Definition Stahl

Stahlplatten Zuschnitte


Definition und Arten von Stahl 

Laut DIN EN 10020 ist Stahl der metallische Werkstoff mit dem höchsten
Eisenanteil im Gegensatz zu anderen Elementen und mit niedrigem
Kohlenstoffgehalt (< 2,06% der Masse). Bei mehr Kohlenstoffgehalt wird von
Gusseisen gesprochen. Stahl ist außerdem das am häufigsten verwendete
Metall. Die Stahl Dichte liegt bei 7.850 kg/ m3. Rohstahl in der ursprünglichen
Form nennt man auch Schwarzstahl.

Es gibt etwa 2.500 verschiedene Stahlsorten. Grob lassen sie sich in zwei
Güteklassen einteilen: Den Qualitätsstahl und Edelstahl. Bezogen auf die
Legierung kann Stahl unterteilt werden in unlegierten Stahl, niedriglegierten
Stahl und hochlegierten Stahl. Ein paar Beispiele für letzteres sind der
rostfreie Stahl, Chrom-Nickel-Stahl oder der Manganstahl.

Neben der chemischen Zusammensetzung können Stahlsorten außerdem
nach der Anwendung (z.B. Werkzeugstahl, Baustahl o.Ä.) oder der Stahl
Herstellung (z.B. warmgewalzter Stahl, kaltgewalzter Stahl o.Ä.) klassifiziert
werden.

Rohstahl vor Korrosion schützen mit Öl oder Lack
Rohstahl vor Korrosion schützen mit Öl oder Lack

Wo findet Stahl Anwendung? 

Stahl findet Verwendung in vielen Bereichen – etwa im Bauwesen für
Stahlbaukonstruktionen, in der Militärtechnik für Helme, Waffen und Panzer
oder im Transportwesen für Fahrzeuge, Züge, Schiffe oder Schienen. Auch im
Maschinenbau und in der Herstellung von Werkzeugen ist auf Stahl nicht zu
verzichten. Sogar im Kunsthandwerk bei beispielsweise Skulpturen kommt
Stahl zum Einsatz.

Wenn wir einen Blick in unseren Alltag werfen, begegnet uns Stahl in jedem
Haushalt – von Töpfen und Besteck, über den Herd, bis hin zu Möbeln aus
Stahl. Auch für DIY Projekte kann man Stahl kaufen.

Welche Eigenschaften hat Stahl? 

Durch das Legieren (zusammenschmelzen mit anderen Elementen) können
die Eigenschaften von Stahl verändert werden – z.B. die
Korrosionsbeständigkeit, die Magnetisierung oder die Festigkeit.
Martensitischer Stahl (warmgewalzt) hat z.B. einen mittelhohen Anteil an
Kohlenstoff und einen hohen Chromanteil und ist damit in seiner
Beschaffenheit sehr hart und magnetisch. Weißblech (kaltgewalzt) ist ein
dünner Stahl mit Zinnbeschichtung, wodurch er korrosionsfähig und flexibel
gemacht wird. Man findet letzteren zum Beispiel bei Konservenbüchsen.

Generell gilt, dass je höher die Legierung, desto größer auch die
Warmfestigkeit, Zunder- und Rostbeständigkeit.

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