Definition Bandverzinken

Definition – Was ist eine Feuerverzinkung?

Unter Bandverzinken (auch Sendzimirverzinken) versteht man eine von zwei Varianten der Feuerverzinkung, die zweite Art ist die Stückverzinkung. Bandverzinken entspricht definitionsgemäß einem kontinuierlichen Verzinkungsverfahren. Das bedeutet, dass ein Stahlband (Vorprodukt/ Halbzeug) in einem kontinuierlichen Prozess eine Zinkschmelze durchläuft und danach weiterverarbeitet wird, zum Beispiel durch Umformen, Stanzen oder den Zuschnitt.

Die Bandverzinkung von Blechen ist ein genormtes Verfahren nach EN 10346 und EN 10143.
Neben dem Feuerverzinken gibt es weitere Verzinkungsverfahren, wie etwa galvanisches Verzinken oder Spritzverzinken.

Bandverzinken – Wie ist der Ablauf?

Üblicherweise wird ein kaltgewalztes Stahlband von der Rolle verwendet (0,4
bis 4 Millimeter dick, 400 bis 2000 Millimetern breit). Bei 800°C wird das
Stahlband in einer thermischen Vorbehandlung geglüht und im Anschluss auf
etwa 460°C abgekühlt (ähnlich der Schmelzbadtemperatur). Nach etwa
dreisekündigem Eintauchen in die Zinkschmelze, läuft das Band über eine
Umlenkwalze und wird von überschüssigem Zink befreit. Durch einen Lüfter
wird das Material abgekühlt, im Anschluss gegebenenfalls chemisch
nachbehandelt (z.B. phosphatiert oder geölt) und wieder auf einer Rolle
aufgewickelt.

Eigenschaften und Einsatzbereiche von bandverzinktem
Stahl

Der Schmelztauchüberzug aus Zink beim Bandverzinken beträgt
üblicherweise 5 bis 25 Mikrometer. Die Zinkschicht führt zu einem
Korrosionsschutz des Blechs.

Im Gegensatz zum Stückverzinken, welches erst am fertigen Werkstück oder
Bauteil vorgenommen wird, kann bei der Weiterverarbeitung des
bandverzinkten Blechs diese Schicht beschädigt werden (zum Beispiel beim
Zuschnitt). Die Fläche des Blechs bietet weiterhin sehr hohen
Korrosionsschutz, aber die Schnittkanten nicht mehr.

Bandverzinkte Bleche werden daher eher in Innenbereichen verwendet, nicht
zuletzt deshalb, da sie aufgrund der dünnen Zinkschichtdicke meistens nicht
die erforderlichen, jahrzehntelangen Schutzzeiträume erreichen. Typische
Einsatzbereiche sind der Kraftfahrzeugbau, die Hausgerätetechnik sowie
Lüftungs- und Klimatechnik.

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